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Paysera lässt als eines der ersten Unternehmen in der EU künstliche Intelligenz an Zahlungen heran: Die Software bereitet vor, der Kunde bestätigt

 Paysera among the first in the EU to let artificial intelligence near payments: the software prepares, the client confirms
Paysera-Kunden können jetzt selbst ein persönliches Zugriffstoken erstellen – kostenlos und ohne gesonderten Vertrag – und es an einen KI-Assistenten, ein Buchhaltungsprogramm oder ein selbst entwickeltes System übergeben. Die Software liest die eingegangene Rechnung, ermittelt, wer wie viel erhalten soll, und bereitet die Überweisung vor. Nur der Kunde sendet das Geld: Er bestätigt die Überweisung in der Paysera Super App auf seinem Smartphone.

In der Praxis ist es einfach: Eine oder mehrere Rechnungen kommen per E-Mail an, der Kunde startet den Assistenten und schreibt in ganz normalen Worten – „Ich habe eine Rechnung erhalten, sie muss bezahlt werden, bereite die Zahlung vor“. Der Assistent liest das Dokument und trägt Empfänger, Betrag und Verwendungszweck selbst ein. Im Paysera-Konto erscheint ein Zahlungsentwurf – wie ein E-Mail-Entwurf, nur mit Geld: Der Kunde muss lediglich die App entsperren, sich die vorbereitete Zahlung ansehen und sie bestätigen.

In der Europäischen Union ist das noch selten. Die Zahlungsauslösung ist durch PSD2 geregelt, und Bankschnittstellen werden nur lizenzierten Unternehmen mit einem speziellen Zertifikat geöffnet, sodass eine Privatperson oder ein kleines Unternehmen in der Regel keinen solchen Zugriff auf das eigene Konto erhält. Self-Service-Lösungen gibt es nur in einer Handvoll Märkte, überwiegend außerhalb der Europäischen Union.

So einfach zu erstellen wie das Aktivieren jeder anderen Einstellung

Das Token muss nirgendwo gesondert beantragt werden. Vorerst kann es nur im Browser erstellt werden: Melden Sie sich unter bank.paysera.com in Ihrem Paysera-Konto an, gehen Sie in den Kontoeinstellungen zum Bereich Sicherheitseinstellungen und öffnen Sie Persönliche Zugriffstoken (in der App ist diese Option noch nicht verfügbar). Die Erstellung dauert wenige Minuten, ein Vertrag ist nicht erforderlich, und es fallen keine zusätzlichen Gebühren an.

Nur Sie geben Ihr Geld aus

Das Token funktioniert ähnlich wie eine Hotelzimmerkarte: Sie öffnet ein Zimmer, nicht das ganze Hotel.

Die Einschränkungen des Tokens legt der Kunde selbst fest. Er wählt, welche Konten die Software sehen darf, was sie tun darf, welche Limits für sie gelten und wie lange das Token gültig bleibt. Die Einstellungen können jederzeit geändert werden, und das Token selbst kann an derselben Stelle abgeschaltet werden, an der es erstellt wurde. Geld bewegt sich nur, wenn der Kunde sich anmeldet und die Zahlung mit Zwei-Faktor-Authentifizierung bestätigt. Das dauert wenige Sekunden und geschieht an derselben Stelle wie alle anderen alltäglichen Zahlungen. Genau deshalb ist die Nutzung sicher: Die Grenzen des Zugriffs zieht der Kunde, nicht die Software.

Eine automatische Freigabe gibt es in dieser Phase nicht – der Kunde bestätigt jede Überweisung selbst mit Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die Sicherheitsstandards lassen bereits Ausnahmen zu – zum Beispiel für Zahlungen an vertrauenswürdige Empfänger oder für Geschäftskunden –, und Paysera plant, diese Optionen künftig einzuführen. Der Großteil der Routine ist ohnehin das Vorbereiten der Zahlung, und genau diesen Teil übergibt das Token an die Software.

„Künstliche Intelligenz schreibt bereits E-Mails und Berichte, aber an Geld hat sie niemand herangelassen – und das zu Recht. Wir haben entschieden, dass die richtige Antwort nicht ein Verbot ist, sondern eine klare Grenze: Die Software bereitet vor, der Mensch bestätigt. Diese Grenze zieht das Token technisch, nicht ein Versprechen. Und uns ist wichtig, dass das nicht nur großen Unternehmen mit eigener IT-Abteilung zur Verfügung steht“, sagt Justina Šidlauskienė, Geschäftsführerin von Paysera.

Wer am meisten profitiert

Kleine und mittlere Unternehmen. In einem Unternehmen, das jeden Monat Dutzende Lieferantenrechnungen bezahlt, müssen diese nicht mehr von Hand abgetippt werden: Die Software bereitet die Überweisungen vor, und die Buchhaltung oder die Geschäftsleitung prüft und bestätigt sie. Dafür ist weder eine IT-Abteilung noch ein eigenes Projekt erforderlich.

Fachleute, die sich um die Finanzroutine kümmern. Freiberufler, E-Shop-Betreiber, Landwirte. Mit dem Token können sie die Durchsicht der Kontoauszüge, die Kategorisierung der Ausgaben und wiederkehrende Zahlungen an die Software abgeben und nur die abschließende Bestätigung behalten.

Privatkunden. Wenn eine Strom-, Gas- oder Wasserrechnung eintrifft, kann sie an den Assistenten geschickt werden, und es bleibt nur noch, die vorbereitete Zahlung auf dem Smartphone zu bestätigen.

Mehr als Zahlungen

Zahlungsentwürfe sind nicht das Einzige, was das Token kann. Erteilt der Kunde die entsprechende Berechtigung, kann die Software auch den Kontoauszug lesen: Der Assistent kann gebeten werden, zu prüfen, wie viel an wen und wann gezahlt wurde, Ausgaben in Kategorien zu sortieren oder eine Übersicht darüber zu erstellen, wo und wie viel ausgegeben wird.

Wie das Token angebunden wird

Der einfachste Weg ist der offizielle, von Paysera für KI-Assistenten entwickelte Skill. Der Skill Paysera Payments wird auf einem Assistenten – zum Beispiel Claude oder Codex – installiert und erhält das persönliche Zugriffstoken. Der Skill ist kostenlos und Open Source. Mehr zum Token und zur Anbindung des Skills: https://www.paysera.lt/v2/en-LT/personal-access-token.